

>> every-one – Stück
every-one
Ein Projekt für 8 Tänzer im städtischen Raum von Willi Dorner.
Konzept, Choreografie | Willi Dorner
Performer | Britt Kamper, Hugo Le Brigand, Emily Mézières, Christelle Nazarin, Raquel Odena, Stève Paulet, Esther Baio, Luan de Lima da Silva
Ausstattung / Kostüm| Katharina Heistinger
Assistenz Ausstattung / Kostüm| Alba Marie Rastl
Produktion | Roma Janus, Emanuela Panucci
Co-Produktion | Provinciaal Domein Dommelhof/Neerpelt (BE),
La Strada, Graz (A), Lieux publics, Centre national de création, Marseille (F), Festspielhaus St. Pölten, St. Pölten (A)
Mit Unterstützung von: La Briqueterie, Vitry-sur-Seine (F), Paris.
Mit Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien
This performance has received a Production aid by the IN SITU network, in the frame of the META project. This project has been funded with support from the European Commission (DGEAC – Culture programme)
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Die 1920er markieren den Beginn des modernen, urbanen Lebens. Es ist die Zeit der serialisierten, industriellen Produktion von Waren, Kleidern und Autos sowie Lebensvorstellungen und -vorschriften. Einschneidende Veränderungen und Entwicklungen in Kunst, Wirtschaft, Industrie, Medien, Politik und Wissenschaft prägten die Periode und trugen zur Entwicklung eines neuen Menschenbildes bei, das von Standardisierung und Normierung geprägt ist. Urbanität und Normierung wurden zum Zeichen der Moderne.
Willi Dorner zieht eine Parallele zwischen der Zeit der 1920erJahre und unserer heutigen Zeit, die rasante Entwicklungen und Umwälzungen hinter sich und noch vor sich hat.
Der Tanz der 1920er Jahre spiegelt diese Entwicklungen mit ästhetischen Erscheinungsformen wie den Ausstattungsrevuen oder den Girl-Truppen mit ihren synchronen Formationstänzen wider. Die Tänzerinnen mit ihren gleichgeformten Körpern werden zum Symbol des neuen kollektiven Wesens. Reihen und Linien bestimmen die Abläufe in den Choreografien. Vereinheitlichung in Körper, Aussehen und Kleidung prägen das visuelle Erscheinungsbild. Hinter scheinbar „naiven“ unterhaltsamen Girlrevuetänzen versteckt und visualisiert sich ein Leistungs- und Produktionsprinzip, das das Leben bereits umfassend ökonomisiert und vereinnahmt hat.
Willi Dorner greift das Material dieser „naiven“ Choreographien aus verschiedenen Revuen auf und verdichtet sie. Das Prinzip des Seriellen mit seinen Merkmalen wird herausgestellt und vor Augen geführt. Die serielle Produktion in der Wirtschaft wird zu einem ästhetischen Prinzip in der Kunst.
Willi Dorner gestaltet mit Anordnungen von Menschen und Objekten serielle Installationen, die auch Bezüge herstellen zur Minimal Art und zu Textformen, die sich aus der Minimal Art entwickelt haben.
Eine Gruppe von 8 Tänzern führt die Besucher durch ein Stadtgebiet, dessen architektonische Umgebung geprägt ist von Dichte, Einheitlichkeit, Multiplikation desselben Hausmodells, von Häusern mit Lochfassaden.
Willi Dorner, März 2016
2016
Sommer Szene Salzburg, Salzburg, Austria premiere
Theater op de Markt, Hasselt, Belgium company version premiere
2017
Vivacité, Sotteville-les-Rouen, France
La Strada, Graz, Austria
CIRK!, Aalst, Belgium
Nuit Blanche de Bruxelles, Brussels, Belgium
2018
Festival Santiago a Mil, Santiago, Chile south american premiere
Brut Wien, Vienna, Austria
SPRING, Utrecht, Netherlands
Städtische Galerie im Park, Viersen, Germany
2019
KunstFestSpiele Herrenhausen, Germany
Seoul Street Art Festival, S. Korea

